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Zero Waste Building - ein Rückblick

Zero Waste Building - ein Rückblick

Energie Tirol lud im Rahmen vom klimaaktiv am 13.12.2018 zur Fachveranstaltung "Zero Waste Buildings" ein. Die Vorstellung Gebäude zu errichten, die am Ende ihres Lebenszyklus keinen Abfall verursachen wurde in vier Präsentationen sehr spannend durchleuchtet.

Ziel war es herauszufinden: Wo stehen wir heute?
Wir stehen am Anfang, es gibt jedoch Bewegung auf dem Gebiet und das weltweit. Das zeigt sich am Beispiel einer indischen Firma, die Getränke-Kartonverpackungen verwertet und daraus einen Ersatz für Wellblechdächer entwickelt hat. Die Idee fand in der USA eine Weiterentwicklung.

Generell kann man sagen: Städte und Gebäude sind immense Rohstofflager und diese Rohstoffe gilt es zu nutzen. Produkte sollten in einer Kaskadennutzung stehen, berichtete Moritz Bühner, Nachhaltigkeitsexperte der Fritz Egger GmbH. Das heißt, bevor ein Produkt in einer Deponie landet oder thermisch verwertet wird, sollten mehrere Weiter- und Wiederverwendungsprozesse erfolgen. Die ökonomischste, ressourcen- und umweltschonendsten Variante ist das Weiterverwenden eines Produktes und der Erhalt dessen Funktion. Das "schlechteste vom Besten" ist das recyceln. Hier werden die stofflichen Eigenschaften des Materials erhalten, aber nicht die ursprüngliche Funktion. Eine Veranschaulichung bietet diese Grafik von der Ellen–MacArthur Foundation.
Weitere Informationen: www.egger.com/shop/de_AT/ueber-egger/umwelt
Hier finden Sie die Präsentation zum downloaden:
"Kreislaufgedanken und deren Implementierung in der Industrie"

Mit der Präsentation von Arch. Bruno Moser wird deutlich, dass die modulare Bauweise eine sehr gute Basis für den sortenreinen Rückbau von Gebäuden bieten kann. Im Falle der Fertigungshallen der Fritz Egger GmbH konnte der Architekt mit einem Team von verschiedensten Firmen ein Holzmodul entwickeln, welches beim Rückbau in jede andere Fertigungshalle wiedereingebaut werden kann.
Weitere Informationen: www.nextroom.at/building.php?id=37292 und www.baunetzwissen.de/nachhaltig-bauen/objekte/buero/stammhaus-egger-in-st-johann-5082534

Spannende Entwicklungen stellte Professor Dirk Hebel mit der Präsentation des Forschungsprojektes UMAR vor. Hierbei testen unter anderem Firmen eigene Prototypen auf deren Praxistauglichkeit in der Wohneinheit. Ein Versuch ist hierbei das Leasing von Einrichtungsgegenständen. Beispielsweise wird ein Teppichboden an die Forschungseinheit vermietet. Dieser speziell entwickelte Teppich wird nicht verklebt, sondern geklemmt und von der Herstellerfirma am "End of Life" wieder zurückgenommen. Die Firma kann diese Teppiche komplett auftrennen und in Ihren Herstellungskreislauf zurückführen. Auch das Thema Materialvermeidung wird in dem Projekt erprobt, beispielsweise wurden mörtellose Mauersteine aus recycelten Steinwerkstoffen verarbeitet.
Weitere Informationen: www.empa.ch/web/s604/umar-opening  und www.nest-umar.net

In Zukunft wird es erforderlich sein in der Planung bzw. spätestens beim Abbruch eines Gebäudes Konzepte eines kreislaufähigen Bauens zu entwickeln. DI Markus Meissner von der pulswerk GmbH hat dazu das Konzept "Baukarussell" vorgestellt. Baukarusell erstellt Wiederverwendungskonzepte für die im Gebäude steckenden Ressourcen, sei es für Objekte mit Lebensende oder Neubauten in der Planungsphase. Ziel ist es möglichen Müll, der normalerweise kostenpflichtig entsorgt werden würde, zur Wiederverwendung auf dem Markt zu platzieren.
Vorteile die sich daraus ergeben:

  • Bauleute können Geld generieren, welches sie sonst fürs Deponieren ausgegeben hätten
  • Im Gebäude lagernde Ressourcen werden genutzt und gehen nicht verloren
  • Es müssen keine neuen Ressourcen geschöpft werden
  • Durch die Zusammenarbeit mit dem AMS wird der Arbeitsmarkt gestärkt

Weitere Informationen: www.repanet.at/baukarussell
Hier finden Sie die Pärsentation zum downloaden:
Zero Waste Building "Baukarusell - Kreislaufwirtschaft im Rückbau"

Wünschenswert auf dem Weg zu "Zero Waste Buildings"

  • Unterstützung für solche Innovationen durch die öffentliche Hand
  • Eine Belohnung von Wiederverwendungs- und Wiederverwertungskonzepten durch Förderungen und Gebäudebewertungssysteme
  • Die Gestaltung von Richtlinien, Normen und Baugesetzen, die für solche Konzepte zugänglicher sind

 

 

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